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Kreis Viersen stellt Integriertes Klimaschutzkonzept vor

Mitteilung vom 03.05.2022

Der Kreis Viersen, die Städte Tönisvorst und Viersen sowie die Gemeinden Grefrath, Niederkrüchten, Brüggen und Schwalmtal stellen ihr Integriertes Klimaschutzkonzept (IKK) vor. Dieses wurde gemeinsam in den letzten Monaten erarbeitet und wird nun schrittweise in die politische Beratung aller teilnehmenden Städten und Gemeinden eingebracht.

Übergeordnetes Ziel ist die Orientierung am 1,5 Grad-Ziel des Pariser Klimaschutzabkommens. Insgesamt finden sich 25 Maßnahmen im IKK, die dazu beitragen sollen, die Treibhausgasemissionen der teilnehmenden Städte und Gemeinden zu reduzieren. Darüber hinaus sollen auch Privathaushalte und Unternehmen unterstützt werden, mehr für den Klimaschutz zu tun.

Das Konzept wurde mit den teilnehmenden Kommunen, Expertinnen und Experten des Beratungsbüros energielenker projects GmbH und unter Beteiligung der Bevölkerung erarbeitet. Es ist in die fünf Themenfelder Entwicklungsplanung und Raumordnung, Kommunale Gebäude und Anlagen, Bildung und Kommunikation, Mobilität sowie Wirtschaft aufgeteilt. Die Maßnahmen orientieren sich dabei zusätzlich an den Möglichkeiten und Grenzen, die die Kommunen bei der Mitwirkung am Klimaschutz haben. So soll beispielsweise neben der Sanierung und Modernisierung der eigenen Gebäude mit Vorbildwirkung der Ausbau der Erneuerbaren Energien unterstützt werden. Darüber hinaus sind Maßnahmen zur Information und Aktivierung der Bürgerinnen und Bürger und Unternehmen im Kreisgebiet vorgesehen. Zusätzlich ist daher etwa ein Förderprogramm in Planung, welches den privaten Klimaschutz unterstützen will.

„Die Gemeinde Grefrath beteiligt sich am neuen Klimaschutzkonzept und verspricht sich davon neue Lösungsansätze zum Einsparen von CO2. Das Konzept kann Hauseigentümern neue Impulse geben, um ihre Immobilien energetisch auf den neuesten Stand zu bringen. Heizung, Fenster, Dämmung, Photovoltaik - es gibt viele Möglichkeiten, wie die Grefratherinnen und Grefrather selbst etwas für den Klimaschutz tun können. Aber auch wir als Gemeinde stehen vor einigen baulichen Maßnahmen in den nächsten Jahren und können, zum Beispiel bei Planungen für unsere Schulen und Rathäuser, von dem Klimaschutzkonzept profitieren", so Bürgermeister Stefan Schumeckers. Und weiter: „Wir müssen jetzt unsere Klimaschutz-Aktivitäten intensivieren, weil die Klimaveränderungen auch bei uns in Grefrath spürbar sind. Die Erwärmung ist bei uns vor Ort Realität und sorgt dafür, dass es bereits jetzt Wärmeinseln in eng bebauten Gebieten gibt, die im Sommer nicht mehr abkühlen, sondern sich immer weiter aufheizen. Die Trockenheit setzt zudem den Bäumen in der Gemeinde zu. Nach drei trockenen Jahren gibt es bereits einheimische Baumarten, wie Bergahorn, Birke oder Hainbuche, die absterben. Auf diese Veränderungen müssen wir reagieren und wollen mit geeigneten Maßnahmen einer weiteren Verschärfung der Situation entgegenwirken. Bei der Erarbeitung des Konzeptes ist mir für meine Kommune wichtig, dass die Besonderheiten Grefraths Berücksichtigung auch bei der Betrachtung einer zukunftsorientierten Mobilität finden. Es ist ein Ort, in dem es sich gut leben lässt, in dem Natur, Freizeit, Sport und Bewegung eine große Rolle spielen, in dem sich viele Wege mit dem Fahrrad erledigen lassen. Dafür braucht es gute Fuß- und Radwege. Dazu ist E-Mobilität ein Thema, dessen Chancen für Grefrath wir noch besser herausarbeiten könnten."

Durch die Kooperation zwischen dem Kreis Viersen und den beteiligten Städten und Gemeinden sollen die Kompetenzen gebündelt werden und, wo möglich, Maßnahmen gemeinsam vorbereitet und umgesetzt werden. Das Konzept und der Maßnahmenkatalog bilden dabei den gemeinsamen Handlungsrahmen. Dies schließt mit ein, dass bei der örtlichen Umsetzung in den einzelnen Partnerkommunen lokale Besonderheiten berücksichtigt oder Schwerpunktsetzungen in den Maßnahmen getroffen werden können.

Auftakt zur politischen Beratung ist die Sondersitzung der Ausschüsse für Planung, Bauen und Infrastruktur sowie für Umwelt, Klimaschutz und Landwirtschaft am 4. Mai im Sitzungssaal des Kreishauses. In Grefrath wird das Konzept im Umwelt-, Klima- und Mobilitätsausschuss am Donnerstag, 19. Mai, der Politik vorgestellt.