Inhalt

Von heiligen Schutzpatronen und tierischen Todesboten

Mitteilung vom 07.08.2020

Niederrheinisches Freilichtmuseum zeigt neue Dauerausstellung zu Frömmigkeit und Aberglaube

Dauerausstellung Frömmigkeit und Aberglaube

Religiöse Symbole, Feste und Rituale stehen im Mittelpunkt einer neuen Dauerausstellung des Niederrheinischen Freilichtmuseums des Kreises Viersen. Im historischen Wohnhaus der Hofanlage Hagen können sich Besucherinnen und Besucher ab Sonntag, dem 9. August, auf Spurensuche rund um den Alltagsglauben früherer und heutiger Zeit begeben.

„Es ist gar nicht lange her, dass Religion allgegenwärtig war und fast alle Lebensbereiche hier am Niederrhein durchdrungen hat“, sagt Dr. Andreas Coenen, Landrat des Kreises Viersen. „Mit Blick auf den Ursprung vieler Bräuche und Rituale bezieht die neue Ausstellung auch die Gegenwart mit ein. Denn manches findet sich noch heute in unserer Alltagskultur.“

So werden zum Beispiel Feste wie die Taufe, Weihnachten oder Ostern genauer beleuchtet. Dabei bringen eine Vielzahl religiöser Alltagsgegenstände und interaktive Medienstationen Groß und Klein die Ausstellungsthemen näher.

„Ein ganz aktuelles Objekt ist eine geweihte Kerze mit der Darstellung der heiligen Corona. Sie gilt vor allem als Patronin in Geldangelegenheiten, vereinzelt aber auch als Beschützerin bei Seuchengefahr. Dieses Patronat rückt zurzeit natürlich besonders in den Fokus", erklärt Kevin Gröwig, stellvertretender Museumsleiter. „Neben frommen Praktiken wie der Heiligenverehrung thematisiert die Ausstellung auch allgemein als Aberglaube bezeichnete Vorstellungen. Dazu gehören beispielsweise tierische Todesboten." 

Für Kinder hält die Ausstellung altersgerechte Texte und Illustrationen zum Entdecken bereit. Aufgrund der aktuellen Hygienevorschriften zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie sind die medialen Inhalte teilweise nur mit dem eigenen Endgerät über die Museumsapp abspielbar. Die App ist in den üblichen App-Stores kostenlos erhältlich.

Finanziert wurde die Dauerausstellung vollständig aus Sponsorengeldern der NEW AG und Fördermitteln des Museumsvereins Dorenburg e.V.. Sie kann ab dem 9. August zu den regulären Öffnungszeiten des Niederrheinischen Freilichtmuseums besucht werden (täglich von 10 bis 18 Uhr, montags geschlossen).